Fahrertraining: Autodrom Most (CZ)
3. Oktober 2002

 

Organisation:

PIT SHOP MOTORSPORT
www.pitshopmohr.de

Instruktor + Leitung:

Peter M.

Teilnehmer:

33 Fahrzeuge:
Mazda MX-5 NA + NB
Honda S2000
VW New Beetle (getunt)
Lotus Elise
Porsche

Am frühen Morgen trafen wir uns im Fahrerlager der tschechischen Rennstrecke. Der Nebel am südlichen Fuss des Erzgebirges wabberte noch über die Rennstrecke, so dass wir erst nach einer Stunde Verspätung mit dem professionellen Fahrertraining beginnen konnten.

Dann endlich klarte das Wetter auf und wir bekamen einen blauen Himmel; erst am Abend setze der Regen ein.

Mein gelber Miata wurde erneut als Pace-Car (PC) eingesetzt, mit dem ich die Rennstrecke auch im Renntempo befahren und zur Freigabeerteilung abnehmen musste.

Anschliessend begann das Training:

Als kleines Highlight hatte ich - ohne das Wissen der Teilnehmer - in unserer Mittagspause den Formel 3000-Rennwagen (Monoposto) (des in der europäischen Meisterschaft führenden Tschechen) zu Testrunden aus der Box auf den Circuit geholt.

Anfangs wollte keiner der Teilnehmer zur Mittagspause ins Paddock-Restaurant gehen. Die Überraschung, der Spass und auch der Lärm des F3000 waren ohrenbetäubend.

Den grössten Spass jedoch fanden die Teilnehmer im Rahmen des Freien Fahrens unter Beachtung der obligatorischen Regeln und Zeichen- / Signalgebung im Motorsport.

Wir sahen Positionskämpfe, Ausbrems- und Überholmanöver, Windschattenfahren und "Kämpfe mit dem Messer zwischen den Zähnen".

An dieser Stelle muss ich aber erwähnen, dass ich bis dahin noch nie mit einer so disziplinierten Mannschaft auf einer Rennstrecke gewesen war, die so kollegial und Rücksicht nehmend miteinander umging.

Die schwächer motorisierten Fahrzeuge zeigten den schnelleren mittels Blinker "ich bleibe auf dieser Seite" ihre Absicht an.
Die starken Fahrzeuge drängelten nicht und liessen die schwächeren überleben.

Es war einfach entspannend anzusehen.
Sogar der Direktor der Rennstrecke kam zu mir an den Leitungsturm, legte den Arm um meine Schultern und meinte:

"Peter, mit so einer Truppe macht es doch einfach nur Spass! Hast Du in den vergangenen Jahren schon einmal so viel Spass als Rennleiter oder Instruktor gehabt?"

Ich hatte rund um die Strecke professionelle tschechische Streckenposten platziert. In der Boxengasse stand ein Krankenwagen mit Arzt und Sanitäter bereit. Die Ausfahrt aus der Boxengasse wurde mittels Lichtzeichenanlage geregelt. Ein Bergungsfahrzeug stand bereit, das Krankenhaus war informiert...
...alles so, wie es sich gehört.

Letztlich muss ich anmerken, dass ich im Rahmen meiner jahrelangen Trainingseinheiten noch nie den Arzt und einen Krankenwagen einsetzen musste. Einen Unfall hatte ich bei meinen Trainings und Lehrgängen auch noch nie zu verzeichnen. Es gab lediglich den einen oder anderen Ausrutscher ins Kiesbett, die aber alle schadlos ausgingen.

Und auch dafür muss ich mich bei allen Teilnehmern recht herzlich bedanken, die mit ihrer Disziplin und ihrer Besonnenheit wesentlich dazu beitrugen!
 

Danke Euch allen!