PROFESSIONELLES Fahrertraining im Jahr 2000
auf dem Salzburgring (A)
 

Organisation:

PIT SHOP MOTORSPORT
www.pitshopmohr.de

Instruktor + Leitung:

Peter Oberndorfer & Peter M.

Teilnehmer:

15 Fahrzeuge:
Mazda MX-5 NA + NB
Honda S2000
Porsche 911
BMW M Coupé

Bei klirrendem Frost starteten am frühen Freitagmorgen die Teilnehmer an diesem professionellen Fahrertraining, das von Nicolette und Peter organisiert worden war, von Köln über die Autobahnen in Richtung Salzburg.

Das Servicefahrzeug von PIT SHOP MOTORSPORT transportierte neben seinem "normalen Equipment" auch noch Slicks und weitere Reifensätze nach Österreich und leitete die Kolonne auf dem direkten und schnellsten Weg zu dem bekannten Circuit nahe der Mozartstadt.

Unterwegs sammelte PIT SHOP MOTORSPORT immer mehr Teilnehmer auf, die aus allen Regionen Deutschlands kamen und das gelbe, auffallende, professionelle Motorsport-Servicefahrzeug an den vereinbarten Treffpunkten erwarteten.

Der bekannte DTM- und Langstreckenpokalfahrer Peter Oberndorfer, der im Jahr 2000 der Leiter der Testabteilung der AUTO BILD und ein bekannter Kollege von Nicolette und Peter war, übernahm als Instruktor zusammen mit Peter die Leitung und Durchführung.

Die Teilnehmer kamen aus der Schweiz, aus Österreich und aus Deutschland zum Salzburgring gereist.

Ein vor Ort ansässiges Mazda-Autohaus hatte seine Unterstützung zugesagt, und der Sohn des Inhabers nahm ebenfalls mit einem MX-5 NB am professionellen Fahrertraining teil.

Natürlich begrüsste der Inhaber des Autohauses die Teilnehmer mitten im Fahrerlager recht herzlich und lud zu einem Imbiss ein.

Zunächst sorgten die beiden Instruktoren dafür, dass alle Teilnehmer die Strecke und ihre Besonderheiten bestens kennenlernten.

Auf dem Salzburgring war seiner Zeit auch regelmässig die DTM zu Gast. Peter M. war zuvor auch einige Male mit der BMW M-Gruppe, mit Wiesmann, dem BMW M-Club, mit BBS und mit Pirelli zu Test- und Einstellfahrten im Salzburger Land gewesen.

Zunächst bauten die Instruktoren am Samstagmorgen im Industrielager einen Slalom-Parcours auf, es hatte in der Nacht zuvor geregnet, und jeder Teilnehmer konnte zunächst einmal seinen eigenen Wagen vollkommen problem- und gefahrlos im Grenzbereich kennenlernen, bevor es auf die Rennstrecke ging.

Dabei wurden auf dem feuchten Asphalt Vollbremsungen und das schnelle, zielgenaue Einlenken in Kurven geübt. Bei den Vollbremsungen mussten die Teilnehmer den Bremsweg des eigenen Fahrzeugs bis zum Stillstand beurteilen können, ohne die aufgestellten Pylonen zu berühren.
Das Erschrecken in Bezug auf die tatsächliche Bremsleistung des eigenen Fahrzeugs war stellenweise sehr gross:

Der eine Teilnehmer stand schon still, bevor er überhaupt den Pylonen nahe gekommen war, so wie ein anderer Teilnehmer diese einfach überrollte.

In den Pausen erfrischten sich die Teilnehmer im Rennstreckenrestaurant, das exakt zwischen Paddock und Industrielager gegenüber der Einfahrt liegt.

Dann ging es endlich los:

Im Rahmen eines Sektions- und Intervalltrainings wurde den Teilnehmern durch die beiden Instruktoren die einzelnen Sektionen der Rennstrecke vorgestellt. Anschliessend übte jedes Fahrzeug die möglichen Linien, bis man die Ideallinie gefunden hatte.

Die Instruktoren waren untereinander mit Funkgeräten verbunden. Jedes Fahrzeug trug eine Startnummer, so dass die Instruktoren diese bestens trennen und beurteilen konnten.

Auf dem Salzburgring gibt es neben einem Geschlängel von Kurven auch langgezogene und engste Kehren, so wie man auch eine Schikane und eine lange Vollgassektion vorfindet.

Zwischendurch gab es immer wieder "Bordsteingespräche", in denen die Instruktoren den Teilnehmern für Anregungen und Tipps zur Verfügung standen.

Ein Mal wurde das Training unterbrochen, ein MX-5 hatte den Weg ins Kiesbett gefunden. Um die angeheizten und stellenweise etwas übermotivierten Gemüter wieder etwas abzukühlen, schickte Peter die Gruppe mit Besen bewaffnet zum Fegen und zum Säubern der Rennstrecke zu Fuss los.

Die Gruppe hatte an diesem Samstag Glück mit dem Wetter:

Schon am frühen Morgen riss der Himmel auf und bescherte den Teilnehmern einen strahlend-blauen Himmel und eine trockene Fahrbahn.

Zum Ende des Training waren sich alle Teilnehmer vollkommen einig, dass ein solches Wochenende unbedingt wiederholt werden müsse.

Ein Teilnehmer meinte sogar, dass er erst jetzt das richtige Beherrschen seines Roadsters kennen gelernt habe.

Anschliessend fuhren die Teams in Einzelfahrt wieder nach Hause. Es dauerte aber nicht lange, bis das Servicefahrzeug von PIT SHOP MOTORSPORT auf der BAB-A8 zwischen Salzburg und München schon wieder eine kleine Kolonne hinter sich herzog.
Also lenkte Peter den gelben Mercedes-Benz Sprinter in Irschenberg in den Ort hinein, und die Teilnehmer lernten zum sonntäglichen Mittagessen endlich einmal den Kramerwirt kennen, dessen Inhaber seit dem Jahr 1995 mit Nicolette und Peter befreundet sind.